Meilenstein für Netze BW und SWT bei der Erweiterung des Umspannwerks

Donnerstag, 23. November 2017

Der dritte Trafo für das Umspannwerk Tuttlingen steht an seinem Platz. Damit
sehen sich die Netze BW und die Stadtwerke Tuttlingen (SWT) bei dem Erweiterungsprojekt trotz Ausfall eines Lieferanten im Zeitplan. Über eine Million Euro investieren beide an der Eltastraße in eine nachhaltig sichere Anbindung der städtischen Stromnetze an die Hochspannungsebene.


Wer baut, muss mit Überraschungen rechnen. Mit einer äußerst unangenehmen wartete der Trafohersteller bald nach Baubeginn im Spätsommer auf: Die für Ende September geplante Lieferung wurde abgesagt. „Da war zunächst guter Rat teuer“, erinnert sich Christopher Merz, Projektleiter bei der Netze BW. Bei der EnBW-Tochter, die über 300 Umspannwerke (UW) betreibt, fand sich dennoch eine Lösung: Im Zentrallager in Wendlingen (Kreis Esslingen)
stand ein baugleicher Trafo zu Reservezwecken zur Verfügung. „Den konnten wir kurzfristig für Tuttlingen mobilisieren.“ Am 14. November war es dann soweit: Eine Spezialtransporter brachte das 77 Tonnen schwere Ungetüm in die Eltastraße, wo es sofort auf dem eigens erbauten Fundament platziert wurde.
Aktuell arbeiten die Techniker mit Hochdruck an der Anbindung der im Jahr 2016 neu errichteten 20.000 Volt Schaltanlage der SWT. Von der aus wird der Strom im Stadtgebiet verteilt. Der Anschluss an das ebenfalls neue Schaltfeld auf der 110.000 Volt Hochspannungsseite ist weitgehend abgeschlossen. Viele der bestehenden Kabel waren dafür umzulegen, neue Kabelstrecken zu erstellen.

Nach Abschluss der Bau- und Verlegearbeiten steht eine Reihe komplexer
Funktionstests an. „Wir gehen trotz der Verzögerungen fest davon aus, den neuen Trafo noch vor Weihnachten bei Bedarf zuschalten zu können“, betont Patrick Müller-Benzing, Technischer Leiter der SWT. Dazu habe auch die Zuverlässigkeit des Generalunternehmers auf der Baustelle wesentlich beigetragen.

Hintergrund/Info:
Seit 1992 nutzen die beiden Stromnetzbetreiber je einen Transformator im UW, das von fünf 110.000 Volt Freileitungen gespeist wird. Mittelspannungsleitungen der SWT versorgen im Stadtgebiet die nachgelagerten Ortsnetzstationen. Von diesen aus wird der Strom wiederum mit 400 / 230 Volt an die Haushalte und Betriebe verteilt. Der steigende Energieverbrauch im Stadtgebiet hat dazu geführt, dass der bestehende Trafo immer öfter an seine Belastungsgrenze kommt und deshalb durch den zweiten ergänzt wird.

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