Kundenservice: 07461 - 1702-111
24 Stunden Störungs-Hotline: 07461 - 1702-74

Das TuWass öffnet wieder

Das Freizeit- und Thermalbad TuWass öffnet am 2. November 2020 unter der Voraussetzung einer stabilen Infektionslage in der Region.

 

Am 2. November 2020 öffnet das TuWass wieder. Jedoch müssen sich die Badegäste, wie bereits während des Freibadbetriebs, auf corona-bedingte Einschränkungen einstellen. Diese beginnen bei der deutlichen Begrenzung der Besucherzahlen auf maximal 190 Gäste im Bad und 50 Gäste gleichzeitig ist der Sauna.

 

Eingeschlossen in die Höchstzahl sind auch der Schulsport sowie die Vereinssportler. „Wichtig war uns vor allem, dass bei einer Wiedereröffnung des Bades sofort eine Möglichkeit für das Schul- und Vereinsschwimmen für die Tuttlinger Schulen und Vereine besteht“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Tuttlinger Bäder GmbH Oberbürgermeister Michael Beck.  Seitens der Bäderverwaltung habe man daher zunächst mit allen Schulen und Vereinen, die auch bisher Belegzeiten im TuWass hatten, kontaktiert, um den Bedarf zu erfassen. „Es haben sich alle Vereine und Schulen umgehend gemeldet, so dass wir die Belegung gut planen konnten“, so Bäderleiter Hans Stechhammer. „Auf dieser Grundlage war es dann möglich, das Konzept für die Steuerung der Besucherströme zu entwickeln.“ so Stechhammer weiter.

 

Insbesondere, um den Begegnungsverkehr zwischen dem Schulschwimmen und dem öffentlichen Badebetrieb zu entzerren, wurde die Öffnungszeit des Bades für die Öffentlichkeit am Morgen von Montag bis Samstag auf 11 Uhr gelegt. Geöffnet ist an diesen Tagen immer bis 22 Uhr. Am Sonntag öffnet das Bad bereits um 8 Uhr und ist bis 20 Uhr geöffnet. Die Sauna öffnet Montags bis Samstag von 10 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20 Uhr.

 

Um in dieser Zeit möglichst vielen Gästen einen Besuch im TuWass zu ermöglichen, wurde eine Einlasszeit-Regelung geschaffen und neue Tickets definiert. Grundsätzlich können die Tickets wie in der Freibadsaison nur online gekauft werden. Für Besucher, bei denen es zu Schwierigkeiten kommt, richtet die Bäderverwaltung eine Hotline ein.

Für das Bad werden von Montag bis Freitag ausschließlich Tickets mit einer Gültigkeit von 2 Stunden angeboten. Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen und in den Ferien werden nur Tickets mit einer Gültigkeit von 3 Stunden angeboten. „Dies“, so erklärt Stechhammer, „entspricht dem überwiegenden Nutzungsbedarf, wie er sich aus unseren Statistiken ablesen lässt.“ Die Gültigkeitsdauer darf nicht überschritten werden. Zudem muss beim Kauf ein Eintrittszeitpunkt innerhalb einer Stunde festgelegt werden. Erwirbt der Kunde zum Beispiel ein 2h-Ticket für den Dienstag, muss er zudem festlegen, dass er das Bad zwischen 11 und 12 Uhr betreten möchte. Dieser kann dann innerhalb eines einstündigen Zeitfensters das Bad betreten und vom Zeitpunkt des Eintritts für 2h im Bad bleiben. Durch diese Regelung kann auf starre Einlassblöcke verzichtet werden. Das eingesetzte System kann so auf die im Bad befindliche Gästezahl reagieren und die verfügbaren Ticketkontingente je Stunde steuern.

Unerlässlich bei dieser Regelung ist, dass der Gültigkeitszeitraum des Tickets nicht überschritten wird. Passiert dies dennoch einmal, sind für die ersten angefangenen 30 Minuten 2 €, für weitere beginnende 30 Minuten 5 € zu entrichten.

Eine ähnliche Regelung gilt für die Sauna. Hier werden grundsätzlich nur 3h-Tickets angeboten. Bei Überschreitung der Gültigkeitsdauer werden für die erste angefangene halbe Stunde 3 €, für die weitere beginnende halbe Stunde 6 € fällig.

Freuen können sich die swt-VIP-Band Inhaber. Für sie gilt der Rabatt auch für die neuen Preise. Bisher erworbene 11er Vorteilsbänder können noch zum alten Tarif abgebadet, jedoch können keine neuen Bänder erworben werden.

 

Die Preisgestaltung der neuen Tickets orientiert sich an den bisherigen Preisen und dem, was der Gast bei einer entsprechenden Verweildauer von zwei bzw. drei Stunden bezahlt hätte. Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen.

Das 1 ¼ Stunden Erwachsenen-Ticket kostete bis dato 5 Euro. Blieb der Gast insgesamt zwei Stunden, dann bezahlte er am Nachzahlautomat weitere 2 Euro (1 Euro je 30 Minuten). In Summe also 7 Euro.

Mit dem neuen System zahlt der Gast gleich 7 Euro für sein 2-Stunden-Ticket. Die gleiche Rechnung kann für ein 3-Stunden-Ticket aufgestellt werden, bei dem insgesamt 4 € Nachzahlung anfallen würden, so dass sich ein Ticketpreis von 9 € ergibt. Für die Sauna gelten weiterhin die Preise für das 3h-Ticket.

 

 

Bad

Sauna

 

Montag-Freitag

 

2 Stunden

Wochenende, Feiertag, Ferien

3 Stunden

 

 

3 Stunden

Erwachsene

7,00 EUR

 

9,00 EUR

17,00 EUR

 

Ermäßigt (Schüler, Studenten, Schwer-behinderte ab GdB 50)

6,00 EUR

8,00 EUR

14,50 EUR

Kinder 4-14 Jahren

4,50 EUR

6,50 EUR

 

Kinder unter 4 Jahren

Eintritt frei

Eintritt frei

 

 

Während der Coronazeit entfallen alle Sondertickets, wie z.B. die Sauna am Morgen.

 

Bei der Eröffnung am 2. November werden dem Gast jedoch nicht sofort alle Bereiche zur Verfügung stehen. Einschränkungen ergeben sich beim Shop, in dem der Verkauf von Artikeln auf ein Minimum begrenzt wird sowie im Bereich der Massage, der zunächst nicht öffnet. Auch stehen nicht alle Attraktionen zur Verfügung, da deren Betrieb aufgrund der Aerosolbildung per Verordnung untersagt wird. Hierzu gehören z.B. Dampfbad, Nackensprudler, Wasserfontäne oder die WaveRocket. Aus diesem Grund ist auch das beliebte Verwedeln nach dem Aufguss in der Sauna per Verordnung untersagt.

 

Jedoch werden im TuWass gleich mit Wiedereröffnung wieder Schwimmkurse angeboten. „Wir haben eine lange Warteliste“, erläutert Stechhammer, „die Nachfrage ist sehr groß.“ Jedoch wolle man, mit Rücksicht auf die limitierte Besucherzahl zunächst mit einem auf Schwimmkurse begrenzten Kursangebot starten, da sonst zu bestimmten Zeiten für die Öffentlichkeit nur noch sehr wenig Tickets zur Verfügung stünden.

 

Unklar ist indes noch, ob die Gastronomie bereits mit Eröffnung zur Verfügung steht, oder die Gäste noch etwas länger auf Currywurst, Pommes und Eis verzichten müssen. „Diese Dinge gehören einfach zu einem Badebesuch dazu“, weiß auch Stechhammer, „allerdings möchten wir an dieser Stelle insbesondere nach der Verschärfung der Regeln in dieser Woche die Entwicklung noch etwas beobachten und ggf. erst kurz vor der Eröffnung entscheiden.“

 

Im gesamten Bad gelten darüber hinaus die verschärften Regeln des Infektionsschutzes, jedoch sind die Vorschriften z.B. der Wegeführung nicht mehr ganz so streng wie im Freibad. Der Verordnungsgeber hat setzt im derzeit gültigen Regelwerk sehr stark auf das eigenverantwortliche Verhalten des Einzelnen. Daher gilt im gesamten Bad und in der Sauna die Abstandsregel von 1,5 m. Lediglich an Engstellen, an denen der Abstand nicht eingehalten werden kann, werden zusätzlich Beschilderungen für die Wegeführung angebracht. Eine Mund-Nasen Bedeckung muss vom Eingangsbereich bis zu den Umkleiden, sowie wieder auf dem Rückweg nach draußen getragen werden.

Im Schwimmerbecken gilt, wie auch zuvor im Freibad, das Eine-Richtung-Schwimmsystem, um Kontakt im Schwimmerbecken zu vermeiden. Umkleiden, Sanitärbereiche und Handläufe werden im laufenden Betrieb mehrmals täglich gereinigt und desinfiziert. Unsere Liege- und Sitzmöglichkeiten dürfen ausschließlich mit einem sehr großen Handtuch genutzt werden, das eine Berührung mit den Liege- und Sitzflächen vollständig verhindert. Grundsätzlich dürfen Ansteckungsverdächtige das TuWass nicht betreten. Dies betrifft Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten oder die für Corona typischen Krankheitssymptome aufweisen. Dazu gehören z.B. Geruchs- und Geschmacksstörrungen, Fieber, Husten oder Halsschmerzen.

 

Das TuWass-Team wird mit entsprechender Sorgfalt auf die Einhaltung der Regeln achten.

 

Dem Hygienekonzept, das am Ende relativ einfach klingt, gehen in der Erstellung vielfältige Überlegungen voraus. Wie Stechhammer erläutert, gibt es nicht „ein“ Konzept, dass seitens des Gesetzgebers vorgegeben ist, sondern nur die Eckpunkte und Regelungen in den jeweils gültigen Corona-Verordnungen. Wie diese im jeweiligen Bad umgesetzt werden, ist auch abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und obliegt der Verantwortung des Betreibers. 

„Der Infektionsschutz und die Gesundheit unserer Badegäste sind uns ein besonderes Anliegen, daher nehmen wir unsere Verantwortung auch an dieser Stelle besonders ernst. Jeder Gast soll sich darauf verlassen können, bei einem Besuch unseres Bades bestmöglich geschützt zu sein“, betont auch Oberbürgermeister Beck.

 

Die limitierte Anzahl der Besucher, aber auch der erhöhte Aufwand für Reinigung sowie Kassen- und Aufsichtspersonal schlagen auch im TuWass zu buche. Insgesamt, so die ersten Schätzungen der Stadtwerke, wird sich das Defizit, welches bisher bei gut 2 Mio. € jährlich lag, voraussichtlich auf 3,8 Mio. € erhöhen.