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Stadtwerke investieren trotz Corona

Krise und Investition sind grundsätzlich eher selten miteinander anzutreffen. Nicht so bei der Stadtwerke Tuttlingen GmbH (swt) – die swt hält an ihrem Investitionsplan fest, zumindest in weiten Teilen. Die Gründe sind schlichtweg, dass zum einen swt-Investitionen von langer Hand geplant sind und zum anderen die Versorgung mit Strom und Wasser mit oder ohne Krise gesichert sein muss.

Dies ist in erster Linie positiv: die Tuttlinger Bürger profitieren von einem nachhaltig sanierten Versorgungsnetz und den dafür erforderlichen Arbeitsplätzen. Allerdings findet die swt-Investition in den allermeisten Fällen unter der Erde im Tiefbau statt. Das bedeutet, dass sich Bürger und Autofahrer auch in diesem Jahr mit einigen Baustellen arrangieren müssen.

Hausanschlüsse von 1930, Wasserleitungen von 1950
Ein Blick in das Geo-Informationssystem, kurz GIS, der swt erklärt, warum die Bauarbeiten auch in der Krise absolute Notwendigkeit haben. So gibt es in der Mohlstraße Wasser-Hausanschlüsse, die rund 90 Jahre alt sind, in der Gartenstraße alte Wasserleitungen aus den 50er Jahren. In beiden Gebieten heißt die Herausforderung „Bauen im Bestand“. Viele Straßen, oft wenig Platz für die Baumaschinen, viele Versorgungsleitungen beim Graben, Häuser mit Vorgärten und Garagen. Bei jedem einzelnen Hausanschluss wird individuell die beste Zugangsmöglichkeit untersucht. Diese Faktoren sind Ursache für teilweise längere Bauzeiten. In der Nordstadt sorgt außerdem ein extrem felsiger Untergrund dafür, dass eine eigens dafür spezialisierte Felsfräse zum Einsatz kommen musste. 

Versorgungskonzept für mehr Sicherheit
In Möhringen wird seit letztem Jahr eine neue 20kV Stromleitung verlegt. Der Abschnitt zwischen den beiden Trafostationen Sägewerk und Bächetal ist fertiggestellt. Derzeit erfolgt der Neubau von der Trafostation Mittleres Ösch bis Rathaus. Hier lag eine alte, zu schwache Elektroleitung aus den 60er-Jahren, die durch eine neue, stärkere Leitung ersetzt und außerdem im Ring verlegt wird. Somit hat die swt die Möglichkeit aus zwei Richtungen zu versorgen, was beispielsweise bei Störungen nützlich ist. Bei der bisherigen alten Stichversorgung war die Versorgung nur aus einer Richtung möglich. 

Wasserverfügbarkeit
Wasserverfügbarkeit ist das Stichwort, das alle Versorger umtreibt. Daher erstellt die swt-Wasserabteilung umfängliche Pläne und Konzepte für eine langfristige Versorgungssicherheit. Ende Juli starteten die Bauarbeiten in den Alexander-, Garten- und Widerholdstraßen mit neuen Wasser- und Abwasserleitungen sowie neuen Hausanschlüssen. Besonders spannend ist hier die geplante Unterquerung der Bundesstraße B14 kurz vor dem Kreuzstraßentunnel. Mittels Spülbohrung wird hier erstmals eine Verbindung zwischen zwei Versorgungsgebieten möglich. Die betrieblichen Vorteile sind ähnlich wie beim Strom: die Versorgung wird aus zwei Richtungen möglich. 

Zu einer sicheren Wasserversorgung tragen auch die eigenen Quellen und Brunnen wesentlich bei. Aus diesem Grund investierte die swt mit rund 1,7 Millionen Euro in eine umfassende Sanierung des Wasserwerk Tiefentals. In der dreijährigen Bauzeit entstanden neue Wasserkammern und mit einer UV-Ultrafiltrationsanlage eine hochmoderne weitere Desinfektionsstufe. Dank groß angelegter Erdbewegungen wurde außerdem die Quellfassung eingehend erneuert.  

Zukunftsweisend ist das jüngste Projekt der swt: ein neues Nahwärmenetz in der Bodenseestraße. Das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) soll 2021 ans Netz gehen. In einem BHKW wird der Energieträger Gas effizient genutzt, indem der erzeugte Strom ins Netz gespeist und die Gebäude mit der gleichzeitig entstehenden klimaschonenden Wärme versorgt werden. Sämtliche Bauprojekte zeigen, dass sich das swt-Team mit aller Kraft um die Versorgung der Tuttlinger Bürger mit Strom und Wasser kümmert. Bei kurzfristigen Einsätzen wie einem Wasserrohrbruch, aber insbesondere auch mit umfassenden Versorgungskonzepten für eine sichere und 
nachhaltige Infrastruktur in den kommenden Jahrzehnten.

Eine Baustellen-Übersicht finden Sie hier